Sparen
Sparen dient dazu, spätere Ausgaben zu sichern. Sparen heisst, einen Betrag heute nicht ausgeben, damit man ihn später ausgeben kann. Josef ist das Beispiel einer Person, die sparte. In 1. Mose 41 sparte Josef während der sieben Jahren des Überflusses, damit für die sieben Jahre Hungersnot genug da sei.
Die Bibel ermutigt zum Sparen
„Wertvolle Schätze und duftendes Öl sammeln sich im Haus des Weisen; aber ein Dummkopf vergeudet alles.“ (Sprüche 21:20 GN) Die englische Bibelausgabe TSB gibt wieder: „Der Weise spart für die Zukunft, aber der Dummkopf gibt alles aus, was er bekommt.“
Sparen soll unbedingt mit Spenden verbunden sein
Jesus erzählte folgendes Gleichnis: „Das Land eines reichen Menschen trug viel ein. Und er überlegte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Denn ich habe nicht, wohin ich meine Früchte einsammeln soll. Und er sprach: Dies will ich tun: ich will meine Scheunen niederreissen und grössere bauen und will dahin all mein Korn und meine Güter einsammeln; und ich will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter daliegen auf viele Jahre. Ruhe aus, iss, trink, sei fröhlich! Gott aber sprach zu ihm: Du Tor! In dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Was du aber bereitet hast, für wen wird es sein? So ist, der für sich Schätze sammelt und nicht reich ist im Blick auf Gott. ...Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.“ (Lukas 12:16-21,34)
Gott nannte den reichen Mann einen Tor, weil er alles sparte, was er hatte, und nicht grosszügig gab. Wir sollen nur sparen, wenn wir gleichzeitig auch spenden, damit unsere Herzen auf Gott ausgerichtet bleiben.&nbs
Regelmässig sparen
„Die Pläne des Fleissigen führen nur zum Gewinn; aber jeder, der hastig ist, erreicht nur Mangel.“ (Sprüche 21:5)
Das Grundprinzip erfolgreichen Sparens besteht darin, weniger auszugeben als man einnimmt. Dann kann die Differenz über längere Zeit angespart und allenfalls angelegt werden.
Es ist nicht nötig, viel Geld zu verdienen; wichtiger ist es, stetig zu sparen. „Geh hin zur Ameise, du Fauler, sieh ihre Wege an und werde weise! Sie, die keinen Anführer, Aufseher und Gebieter hat, sie bereitet im Sommer ihr Brot, sammelt in der Ernte ihre Nahrung.“
Wie viel soll man sparen?
Es gibt nur ein biblisches Beispiel zum Sparen, in dem ein Betrag genannt wird. Josef sparte während den sieben Jahren des Überflusses jährlich 20%, damit das Land für die folgenden sieben Jahre der Hungersnot genügend Vorrat haben würde. „Der Pharao sollte in den kommenden guten Jahren den fünften Teil der Ernte als Abgabe erheben. Er sollte dafür Beamte einsetzen, die unter der Aufsicht des Pharaos das Getreide in den Städten sammeln und speichern.“ (1. Mose 41:34-35 GN) Unser Meinung nach ist es weise, zehn Prozent des Einkommens zu sparen.
Wofür soll man sparen?
Für unerwartete Notfälle
Unserer Meinung nach ist es weise, für unerwartete Auslagen zu sparen, damit im Notfall – zum Beispiel bei Krankheit, Stellenverlust oder anderen Verdienstausfällen - Geld vorhanden ist und wir uns nicht verschulden müssen. Es empfiehlt sich, dafür wenn möglich einen Betrag auf die Seite zu legen, der den Gesamtausgaben von zwei durchschnittlichen Monaten entspricht.
Für grössere Anschaffungen
Für grössere Ausgaben wie Ausbildung, Neukauf oder Ersatz von Haushaltsgeräten, Möbeln oder Auto, oder Reparaturen an der Wohnung empfiehlt es sich, rechtzeitig Rückstellungen zu machen.
Für langfristige Bedürfnisse
Wenn die Beträge für unerwartete Notfälle und grössere Anschaffungen auf die Seite gelegt worden sind, ist es weise, für langfristige Bedürfnisse zu sparen, wie etwa die Altersvorsorge.
Kapitalanlagen
Kapitalanlagen tätigt man, um einen Mehrwert oder ein Einkommen zu erzielen. Kapitalanlagen variieren je nach Kultur und Wirtschaftslage. Beispiele sind Liegenschaften, Edelmetalle, Wertpapiere, Farmen, Tiere.
Die Bibel weist uns an,
Risikoanlagen zu vermeiden
„Etwas Schlimmes habe ich auf dieser Welt beobachtet: wenn einer seinen Besitz sorgsam hütet und ihn dann doch verliert. Nur ein misslungenes Geschäft – und schon ist sein ganzes Vermögen dahin, auch seinen Kindern kann er nichts hinterlassen. So wie er auf diese Welt gekommen ist, muss er sie wieder verlassen – nackt und besitzlos! Nicht eine Handvoll kann er mitnehmen von dem, wofür er sich hier abmühte.“ (Prediger 5,12-14 Hfa) Die Bibel warnt ausdrücklich davor, zu grosse Risiken einzugehen. Dennoch verlieren jedes Jahr Tausende von Menschen ihr Geld bei hochgradig spekulativen und manchmal auch betrügerischen Investitionen.
Investitionen zu diversifizieren
„Verteil deinen Besitz auf möglichst viele Stellen, den du weisst nicht, ob ein grosses Unglück über das Land kommt und alles zerstört.“ (Prediger 11,2 Hfa) Eine sichere Geldanlage gibt es auf dieser Erde nicht. Man kann immer Geld verlieren. Wichtig ist darum, dass man diversifiziert.
Glücksspiel
Als Glücksspiel bezeichnet man das Spielen um Geld, Wetten, Spekulieren oder das Spielen mit riskanten Einsätzen. Häufigste Formen sind das Spiel in Spielbanken oder an Spielautomaten, Sportwetten, Pferdewetten, Lotterien usw. Die Bibel verbietet das Glücksspiel nicht explizit; aber viele, die es betreiben, wollen damit schnell reich werden. Dies widerspricht der Bibel: „Ein habgieriger Mensch greift nach dem Reichtum und weiß nicht, dass die Armut nach ihm greift.“ (Sprüche 28:22 GN)
Das Problem der Spielsucht ist riesig. Verpflichten Sie sich, nie nicht zur Unterhaltung. Wir sollen uns nicht der Gefahr aussetzen, spielsüchtig zu werden, noch sollen wir eine Industrie unterstützen, welche so viele Menschen in Sklaverei führt.
Zusammenfassung
Gemäss Gottes Wort ist Geben eine Priorität. Geben bringt mehr Segen als Empfangen.
Gott ermutigt uns, für zukünftige Bedürfnisse zu sparen. Der Schlüssel für erfolgreiches Sparen ist, weniger auszugeben als zu verdienen und die Differenz über längere Zeit zu sparen.
Gott hat uns geschaffen, damit wir in Verbindung mit ihm leben. Unsere Sünde zerbrach diese Beziehung und trennte uns von ihm. Durch den Glauben an Jesus erhalten wir Vergebung, eine wiederhergestellte Beziehung zu Gott und ewiges Leben mit ihm.