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Geben

Geben ist einer der erfüllendsten Aspekte des christlichen Lebens. Die ganze Bibel ermutigt uns, grosszügig zu sein. Tatsächlich gibt es mehr Verse zum Geben als zu irgendeinem andern Thema betreffend Geld.

Mit der richtigen Einstellung geben

Mit liebendem Herzen geben

Kaum etwas ist lobenswerter, als alles den Armen zu geben. Aber wenn es aus der falschen Einstellung, ohne Liebe, getan wird, nützt es dem Geber nichts. „Und wenn ich all meine Habe … austeile… aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts.“ (1. Korinther 13:3)

Gott bewertet unser Geben aufgrund unserer Einstellung. Jesus sagte in Matthäus 23:23: “Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr verzehntet die Minze und den Anis und den Kümmel und habt die wichtigeren Dinge des Gesetzes beiseite gelassen: das Gericht und die Barmherzigkeit und den Glauben; dies hättet ihr tun und jenes nicht lassen sollen.“ Die Pharisäer waren darauf bedacht, den korrekten Betrag zu geben – bis zum letzten Rappen. Damit jedoch das Geben für den Geber einen Wert hat, muss es aus Liebe geschehen.

Gott, der Vater, war das grösste Vorbild im Geben aus Liebe: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab“

Fröhlich geben

„Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruss oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott.“ (2. Korinther  9:7)

Das Wort „Verdruss“ bedeutet auch Betrübnis, Sorge oder Ärger. „Fröhlich“ heisst mit Freude, glücklich und überschwänglich. Wir sollen nicht mit Verdruss geben, sondern wir sollen geben, weil wir uns über die Möglichkeit freuen, anderen zu helfen. Halten Sie einen Moment inne und prüfen Sie sich selbst. Was ist Ihre Einstellung zum Geben? Es ist sehr wichtig, mit der richtigen Einstellung zu geben

Zuerst Gott geben

Teil unserer Verantwortung als treue Verwalter ist es, Gott einen Teil dessen zurückzugeben, was er uns anvertraut hat.

„Ehre den Herrn mit deinem Besitz, mit den Erstlingen all deines Ertrages!“ (Sprüche 3:9)

Gott hat unser Geld nicht nötig, aber wir haben das Geben nötig. Wenn wir Gott etwas geben, erinnern wir uns daran, dass alles Gott gehört und er unser Versorger ist. Es ist auch ein Gradmesser unseres Gehorsams gegenüber Gottes Prinzipien.

Wie viel geben?

Der Zehnte, zehn Prozent unseres Einkommens, ist die Grundlage unseres Gebens. „Ihr aber beraubt mich und fragt auch noch: 'Wo haben wir dich beraubt?' Ihr habt mir den Zehnten von euren Ernteerträgen und den Priesteranteil der Opfer nicht ordnungsgemäß übergeben Ein Fluch liegt auf euch, weil das ganze Volk mich betrügt.“ (Maleachi 3:8-9 GN)

Zusätzlich zum Zehnten gab Gottes Volk im Alten Testament Gaben. Das Neue Testament baut auf der Grundlage von Zehnten und Opfer auf und lehrt uns, im Verhältnis zu dem zu geben, was wir bekommen.

Jesus lobte aufopferndes Geben. „Dann kam eine arme Witwe und steckte zwei kleine Kupfermünzen hinein – zusammen so viel wie ein Groschen Da rief Jesus seine Jünger zu sich heran und sagte zu ihnen: ‚Ich versichere euch: Diese arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen. Die haben alle nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben. Sie aber hat alles hergegeben, was sie selbst dringend zum Leben gebraucht hätte.’“ (Markus 12:42-43 GN)

Wir sind überzeugt, dass es gut ist, mindestens den Zehnten Gott zu geben, und sich vorzunehmen, noch mehr zu geben, wenn Gott uns entsprechend versorgt oder beauftragt.

Der Segen des Gebens

„Wir sollen uns immer an das erinnern, was Jesus, der Herr, darüber gesagt hat. Von ihm stammt das Wort: 'Auf dem Geben liegt mehr Segen als auf dem Nehmen.'“ (Apostelgeschichte 20:35 GN) Wenn eine Gabe mit der richtigen Einstellung gegeben wird, profitiert der Geber vierfach:

Geben zieht unsere Herzen zu Jesus hin

Vor allem richtet Geben unsere Herzen auf Jesus aus. „Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.“ (Matthäus 6:21) Deshalb ist es wichtig, jede Gabe Jesus zu geben. Wenn wir unsere Gaben ihm geben, werden unsere Herzen automatisch zu Jesus hingezogen.

Geben entwickelt göttlichen Charakter und hilft uns, Christus ähnlicher zu werden.

Unser himmlischer Vater will, dass wir Christus ähnlicher werden. Christus ist ein selbstloser Geber. Leider sind Menschen von Natur aus egoistisch. Eine Möglichkeit, Christus ähnlicher zu werden, ist das Geben.

Geben gibt uns die Möglichkeit, Schätze im Himmel zu sammeln

In Matthäus 6:20 heisst es: “sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstören und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen.“ Es soll uns bewusst werden, dass wir für die Ewigkeit investieren können. Paulus schrieb: „Nicht dass ich die Gabe suche, sondern ich suche die Frucht, die sich zu Gunsten eurer Rechnung mehrt.“ (Philipper 4:17) Wenn wir geben, zahlen wir auf ein himmlisches Konto ein, ein Konto, das uns nie mehr abhanden kommt.

Geben kann dem Geber materiellen Reichtum bescheren

„Da ist einer, der ausstreut, und er bekommt immer mehr, und einer, der mehr spart, als recht ist, und es gereicht ihm nur zum Mangel. Wer gern wohl tut, wird reichlich gesättigt, und wer andere tränkt, wird auch selbst getränkt.“ (Sprüche 11:24-25)

„Denkt daran: Wer spärlich sät, wird nur wenig ernten. Aber wer mit vollen Händen sät, auf den wartet eine reiche Ernte. ... Er (Gott) hat die Macht, euch so reich zu beschenken, dass ihr nicht nur jederzeit genug habt für euch selbst, sondern auch noch anderen reichlich Gutes tun könnt. Dann gilt von euch, was in den Heiligen Schriften steht: ‚Großzügig gibt er den Bedürftigen; seine Wohltätigkeit wird in Ewigkeit nicht vergessen werden’. Gott, der dem Sämann Saatgut und Brot gibt, wird auch euch Samen geben und ihn wachsen lassen, damit eure Wohltätigkeit eine reiche Ernte bringt. Er wird euch so reich machen, dass ihr jederzeit freigebig sein könnt. Dann werden viele Menschen Gott wegen der Gaben danken, die wir ihnen von euch übergeben“. (2. Korinther 9:6, 8-11 GN) Diese Verse zeigen, dass Geben auch materiell belohnt wird: „…auf den wartet eine reiche Ernte... jederzeit genug habt... wird auch euch Samen geben und ihn wachsen lassen... wird euch so reich machen...“ Dabei ist zu beachten, warum der Herr uns so reichlich segnet: „dass ihr jederzeit freigebig sein könnt“. Gott sorgt für ein materielles Wachstum, damit wir immer mehr geben können und gleichzeitig unsere Bedürfnisse gedeckt werden.

Wem geben?

Die Bibel ermutigt uns, die Arbeit Christi und die Bedürftigen zu unterstützen.

Der lokalen Gemeinde, christlichen Organisationen und deren Mitarbeitern

Die Bibel lehrt uns, der Kirche und denen, die ein geistliches Amt ausüben, zu geben. Die alttestamentlichen Priester erhielten Unterstützung: “… den Söhnen Levi habe ich den gesamten Zehnten zum Erbteil gegeben, für die Arbeit, die sie verrichten.“ (4. Mose 18:21) Und was das Neue Testament über Unterstützung lehrt, ist ebenso stark: „Älteste, die leitend in der Gemeinde tätig sind und ihren Dienst gut versehen, haben doppelten Lohn verdient, besonders wenn sie sich mit ganzer Kraft als Prediger und Lehrer einsetzen.“ (1. Timotheus 5:17 GN) „So hat auch der Herr denen, die das Evangelium verkündigen, verordnet, vom Evangelium zu leben.“ (1. Korinther 9:14)

Unserer Meinung nach sollten mindestens zehn Prozent unseres Einkommens der eigenen Gemeinde gegeben werden. Aber wir glauben, dass wir auch andere, die uns lehren, unterstützen sollen. „Wer aber am Wort unterwiesen wird, gebe aber dem Unterweisenden an allen Gütern Anteil.“ (Galater 6:6)

Den Armen

In Hunderten von Versen geht es darum, die Bedürfnisse der Armen zu decken. In Matthäus 25:34-45 entdecken wir einen der spannendsten Zusammenhänge der Bibel. „Dann wird der König … sagen: ‚Denn mich hungerte und ihr gabt mir zu essen; mich dürstete, und ihr gabt mir zu trinken;’ …Dann werden die Gerechten ihm antworten und sagen: ‚Herr, wann sahen wir dich hungrig und speisten dich? Oder durstig und gaben dir zu trinken?’ …Und der König wird antworten …: ‚Wahrlich, ich sage euch, was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr mir getan.’ Dann wird er auch zu denen zur Linken sagen: ‚Geht von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer … denn mich hungerte und ihr gabt mir nicht zu essen… was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan’.“ Jesus, der Herr der Welt, identifiziert sich mit den Armen. Wenn wir den Armen geben, geben wir Jesus.

„Wer Hilflosen beisteht, ehrt Gott.“ (Sprüche 14:31 GN)

"Wer gütigen Auges ist, der wird gesegnet werden; den er gibt von seinem Brot dem Geringen.“ (Sprüche 22:9)

„Sie [die Apostel] machten nur zur Bedingung, dass wir die Armen unterstützten. Darum habe ich [Paulus] mich auch wirklich bemüht..“ (Galater 2:10 GN)

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Schon vor 200 Jahren hat John Wesley total radikale Aussagen gemacht. Lass Dich zutiefst herausfordern und alles andere ist bloss Schwachstrom.